Merkel sollte mit ihrem Besuch als Wahlkampfhelfer dienen, denn wenn der laute Erdogan fordernd und selbstbewusst neben der leisen Kanzlerin scheinbar den Ton angibt, dann imponiert das den Wählern.

Und weil man den Wählern so schön imponieren kann, wenn man die deutsche Kanzlerin durch die Manege treibt, setzte Erdogan noch eins drauf und maßregelte sie auf offener Bühne, als sie vom „islamistischen Terror“ des IS sprach, den es gemeinsam zu bekämpfen gelte. Gemeinsam war da gar nichts mehr, als Erdogan sofort konterte, es gebe keinen islamistischen Terror, der Islam sei eine Religion des Friedens und er verbitte sich solche Ausdrücke.

Und wieder einmal machte der Sultan mit ihr was er wollte und sie zeigte mal wieder deutlich, dass sie weder Rückgrat noch Stolz besitzt und Deutschland dem politischen Islam ausliefert, nur um Erdogan nicht zu provozieren.

Türkische Gemeinden und der Zentralrat der Muslime bestätigten Erdogan denn auch gleich, dass Islam „Friede“ bedeute und nichts mit Terror oder Mord zutun habe.

Man fragt sich eigentlich nur noch, was will Merkel in der Türkei, wenn Trump an der Türkei als Partner nicht mehr interessiert ist?
Dann braucht Deutschland auch kein Interese an der Türkei zu zeigen, denn nicht Deutschland braucht die Türkei, die Türkei Deutschland aber schon.

Denn die türkische Wirtschaft strauchelt, Erdogan braucht die Euro-Milliarden aus dem Flüchtlingsdeal, er braucht deutsche Investitionen, Touristen und Exporte nach Deutschland.

Doch warum sollen Deutsche zum Urlauben in die Türkei fliegen, wenn sie vor ihrer Haustür türkische Verhältnisse haben?