In Schulen gilt, wie man weiß, das Neutralitätsgebot, keine Kreuze, keine Davidsterne als Glaubensbekundungen, doch Kopftücher sind erlaubt, gelten nicht als religiöses Zeichen.

Dies bekam nun auch das Land Berlin zu spüren. Dieses hatte eine muslimische Bewerberin wegen des Kopftuchs abgelehnt und wurde daraufhin verklagt.

In einem Berufungsverfahren verurteilte am Donnerstag das Landesarbeitsgericht Berlin das beklagte Land zu einer Entschädigungszahlung von insgesamt 8680 Euro wegen Benachteiligung.

>>In ihrem Urteil bewertete die 14. Kammer des Landesarbeitsgerichts nicht die Verfassungskonformität des Neutralitätsgesetzes, sondern versuchte dieses verfassungskonform auszulegen. Demnach hätte die Schulverwaltung bei der Klägerin von Ausnahmemöglichkeiten Gebrauch machen können. Stattdessen wurde ihr eine Beschäftigung als Grundschullehrerin pauschal verwehrt.<<

Eine solche Benachteiligung wäre nach Ansicht der Kammer nur dann mit der Verfassung vereinbar, wenn von der Kopftuch tragenden Lehrerin „eine konkrete Gefährdung für den Schuldfrieden“ ausgehe. Diesen Nachweis habe das Land aber nicht erbracht.

Es wird nun langsam Zeit, dass die Kinder im Nikolauskostüm, wie von Ralf Stegner vorgeschlagen, zur Schule gehen.
Dann wird sich zeigen wie die Schule und das Land Berlin reagieren und welchen Zwang sie ausüben werden.