Der türkische Abgeordnete Sevki Yilmaz soll im Ottakringer Vereinslokal „Wonder“ alle Kritiker von Erdogan mit Mord bedroht haben. Die Aussagen fielen mitten in Wien auf seiner Werbe-Tour für das Ver­fassungsreferendum, das dem türkischen Präsidenten ­Recep Tayyip Erdogan die uneingeschränkte Macht bis 2029 sichern soll.

Die konkrete, auf Video festgehaltene Aussage von Yilmaz in seiner Rede vor den in der Türkei wahlberechtigten Austro-Türken soll lauten: „Ihr müsst mit Ja für das Referendum stimmen. Wenn wieder so ein Putsch kommt, empfehle ich, dass man ihnen (Anm.: den Putschisten) in die Stirn schießt.“

Aufgeflogen ist der Mordaufruf in einer TV-Diskussion auf oe24.TV zum Thema „Erdogan: Polit-Streit eskaliert“. Dort hatten Diskutanten auf die auf Video festgehaltenen Morddrohungen hingewiesen.
Yilmaz ist türkischer Parlamentarier, er gilt als islamistisch. Gegner bezeichnen ihn als „antisemitisch, homophob und frauenfeindlich“.