Die Türkei steht vor einer Richtungsentscheidung. Stimmen die Türken für oder gegen das Präsidialsystem. Doch nicht nur politisch steht das Land am Scheideweg – auch wirtschaftlich befindet sich die Türkei in einer heiklen Phase.

Der Grund dafür ist Erdogan selbst. „Der Markt in der Türkei ist aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen zum Erliegen gekommen“, so Andreas Renschler.

Selbst der Tourismus leidet unter den aktuellen politischen Zerwürfnissen. Die Eskalation des Konflikts zwischen der Türkei und Europa bringt den Tourismus im einst beliebtesten Urlaubsland der nun endgültig zum Erliegen.

Bei der Verkehrsbürotochter Ruefa Reisen gingen die Türkeibuchungen im Vorjahr um 62 % zurück. „Für den Sommer 2017 gibt es im Vergleich dazu noch einmal ein Minus von 60 %“, so eine Verkehrsbürosprecherin.

Die türkischen Baderegionen seien so gut wie gar nicht gebucht – „und auch nach Istanbul will niemand“. Vor zwei Jahren war Istanbul noch ganz vorn bei den beliebtesten Städtetrip-Destinationen. In der Branche ist zu hören, dass viele derzeit nicht einmal Umsteigeflüge über Istanbul buchen wollen.

Jetzt warnt auch das österreichische Außenministerium vor möglichen Unruhen rund um das türkische Referendum am 16. April. Osterferien in der Türkei dürften damit komplett tabu sein.

Doch was passiert bei einem Zusammenbruch der türkischen Wirtschaft, stehen dann 60 Mio Türken vor Deutschlands Toren und begehren Einlass und Sozialversorgung?