Harte Worte des österreichischen Außenministers Kurz an Hilfsorganisationen. Er spricht von einem „NGO-Wahnsinn“, der dazu führe, dass noch mehr Flüchtlinge im Mittelmeer ums Leben kämen.

„Der NGO-Wahnsinn muss beendet werden“, sagte der ÖVP-Politiker in Malta bei einem Besuch der Frontex-Mission.

Die Arbeit der Freiwilligen führe dazu, dass mehr Flüchtlinge im Mittelmeer ums Leben kämen statt weniger. Viele würden sich zu Partnern der Schlepper machen, so Kurz.

Wenn den Migranten klar sei, dass sie auf Inseln wie Lampedusa (Italien) oder Lesbos (Griechenland) gestoppt werden, würde sich innerhalb kürzester Zeit niemand mehr auf den Weg machen, zitierte die österreichische Nachrichtenagentur APA Kurz.

Während dessen  strengt die italienische Staatsanwaltschaft Untersuchungen gegen Organisationen an, die sich mit der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer befassen.

Es bestehe der Verdacht dies Kooperation geschehe nicht uneigennützig. Zudem sei es möglich, dass die Einwanderer für Geld eingeschleust würden.

Wie die Staatsanwaltschaft außerdem ermittelte gebe es Szenarien bei denen in Privatbesitz befindliche Schiffe sofort nach einer Seenotmeldung vor Ort sind. Die Koordinaten für die schnellen Aktionen dürften von den Schleppern selbst übermittelt werden.

Demnach gehen die Rechtsschutzorgane davon aus, die Schiffe seien von den Unternehmen angemietet und die Besitzer der Schiffe würden ebenfalls ihren Gewinn aus der Partnerschaft ziehen.

Andererseits würden die Schleuser Geld einsparen, da sie keine seetüchtigen Boote einsetzen müssten. Auch seien die Risiken für die Schleuser ertappt zu werden geringer, wenn sie ihre Boote von der NGO-Flotte und nicht den Frontex-Schiffen oder denen des EU-Militärs finden lassen, heißt es.

Der Generalstaatsanwalt von Catania, Sizilien, fordert nun eine Überwachung der Finanzierung hinter den NGO-Gruppen, die sich für den Betrieb der Rettungs-Flotte engagieren.