Moslems haben bei der traditionellen Karfreitagsprozession im südspanischen Sevilla offenbar gezielt die Besucher in Terrorfurcht versetzt. Acht Menschen wurden laut Polizeiangaben vom Freitag festgenommen.

Die Behörden gehen von Vandalismus aus. 17 Menschen wurden mit Verletzungen und wegen Panikattacken in Krankenhäuser gebracht, einer von ihnen hatte schwere Verletzungen am Kopf davongetragen.

Augenzeugenberichten zufolge machten die Täter Lärm und riefen dabei auchAllaha akbar. Besucher flohen in Panik durch die Gassen und über Brücken, weil sie einen Terroranschlag fürchteten.
In vielen Teilen Spaniens fanden in der Nacht auf den Karfreitag – den „Viernes Santo“ – bedeutende Osterprozessionen statt. Besonders berühmt sind die Feierlichkeiten in den andalusischen Städten Sevilla und Malaga. Dabei tragen Bruderschaften traditionell tonnenschwere Heiligenfiguren durch die Straßen. Als „Büßer“ verkleidet hüllen sich die Teilnehmer in Kutten und tragen auffällige Spitzhauben, andere schultern schwere Holzkreuze.