Zehn Spionage Imame verschwunden

Posted on Mai 3, 2017 von

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Im Dezember des vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass die türkische Religionsbehörde Diyanet einigen Ditib-Imamen den Auftrag gegeben haben soll, in deutschen Moscheen Informationen über Anhänger der Gülen-Bewegung zu sammeln. Die Geistlichen sollen unter anderem Listen von Personen erstellt haben, die sie der Gülen-Bewegung zurechneten.

Erst am 18. Januar leitete der Generalbundesanwalt ein Ermittlungsverfahrens wegen geheimdienstlicher Tätigkeit ein, schon vorher waren drei Verdächtige von der für sie zuständigen türkischen Religionsbehörde Diyanet abgezogen worden. Am 15. Februar durchsuchte die Polizei die Wohnungen mehrerer Beschuldigter – seitdem konnten offenbar sieben weitere Verdächtige Deutschland verlassen.

Der Generalbundesanwalt hatte beim Bundesgerichtshof Haftbefehle gegen sechs Beschuldigte beantragt, die jedoch abgelehnt wurden. Und so ging man denn auch zur Normalität über.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teilte am Freitag den 28.04.17 mit, dass jetzt bereits bewilligte Gelder ausgezahlt werden, die im Zuge der Spitzel-Affäre zunächst zurückgehalten worden waren. Dabei handelt es sich um mehr als eine Million Euro. Diese werden mit einer Verzögerung nun auf die Ditib-Konten eingehen. Die Entscheidung ist mit dem Bundesinnenministerium und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgestimmt.

Ditib-Generalsekretär Bekir Alboga sagte, dass er sich über die Fortsetzung der Förderung und damit die Anerkennung als verlässlichen Partner freue.

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