Junge Mutter überfallen, Baby schwer verletzt

Posted on Mai 11, 2017 von

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Nach einem Angriff auf eine junge Mutter mit ihrem fünf Monate alten Kleinkind sucht die Polizei nach vier jungen Männern. Derzeitigen Ermittlungen zufolge sollen sie die junge Frau am Sonntagabend in Lengerich gegen 19 Uhr auf offener Straße belästigt haben. Sie entwendeten der Frau den Kinderwagen und schüttelten und schaukelten ihn ohne ersichtlichen Grund.

Die hilflose Frau geriet in Panik und versuchte vorbeifahrende Autofahrer um Hilfe zu bitten. Nachdem kein Autofahrer anhielt, flehte die junge Mutter eine sich auf dem Gehweg nähernde Familie (Vater, Mutter sowie zwei Kinder zwischen zwei und vier Jahre) an, ihr zu helfen. Diese Familie soll daraufhin lediglich die Straßenseite gewechselt haben.

Die vier Männer ließen schließlich von der Frau und ihrem Kind im Kinderwagen ab und flüchteten. Im Nachhinein wurde bekannt, dass durch das Rütteln und Schaukeln des Kinderwagens mehrere Wirbel des Kleinkindes ausgerenkt wurden und eine ärztliche Behandlung erforderlich war.

Natürlich beklagt der „Kölner Stadt-Anzeiger„, dass niemand helfen wollte. Doch warum wollte niemand helfen?

Angst vor 4 sexwütigen der Gattung „Missing Link“ oder ist man sich zu fein geworden, frei nach dem Motto: „Was geht mich fremder Leute Elend an?“?

Schuld am Nichteingreifen dürfte wohl eher ein Urteil vom Februar 2016 sein.

Ein Junger Mann wurde damals wegen „nicht erforderlicher Nothilfe“ verurteilt, weil er einem Prügelopfer zu Hilfe kam, die Täter verscheuchte aber einen was auf die 12 geben mußte, damit sie abhauen.

Da die Täter Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung stellten, kam es zu einer Gerichtsverhandlung, in dem der 22 jährige Helfer verurteilt wurde. Und das, obwohl Verteidigung und Staatsanwaltschaft Freispruch forderten.

Die Richterin sah dies anders und begründete ihr Urteil: „Das Ausmaß dieser Nothilfe war so nicht erforderlich.“

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