van der Leyen geht der Arsch auf Grundeis…

Nach dem Skandal um die rechtsextreme Zelle rund um Oberleutnant Franco A. hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von einem „Haltungsproblem“ in der Bundeswehr gesprochen, pauschal – das kam in der Truppe nicht gut an. Ein Soldat soll seinen Wut nun auch offen zum Ausdruck gebracht haben – und handelte sich damit offenbar erst recht Ärger ein.

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) seit Mitte Mai gegen den Stabsoffizier am Bundeswehr-standort Euskirchen.
Die Grundlage der Ermittlungen stützt sich auf die Behauptung von Verteidigungsstaatssekretär Gerd Hoofe, dass der Soldat zu einem „Putsch“ aufgerufen habe.

Was der Soldat tatsächlich kürzlich bei einem Lehrgang gesagt haben soll, klingt jedoch eher wie ein schlechter Scherz. „Ich habe es so satt, dass 200.000 Soldaten unter Generalverdacht gestellt werden, wegen zwei Verrückten. Die Ministerin ist bei mir unten durch, das muss man ansprechen oder putschen.“

Beim Militärgeheimdienst MAD findet man das offenbar nicht so lustig. „Die vorliegenden tatsächlichen Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung rechtfertigen die operative Bearbeitung.“

Somit entlarvt sich das System mal wieder selbst, es geht nicht um irgendwelche Nazi-Netzwerke innerhalb der Bundeswehr, sondern um die Angst eines Militärputsches gegen die Politik-Darsteller.