Der amerikanische TV-Sender CNN hat einen Tag nach dem islamistischen Terroranschlag im Zentrum von London eine Szene gestellt, in der Muslime Schilder mit Aufschriften wie „ISIS wird verlieren“ hochhalten. Die Moderatorin nennt es eine „wunderbare Szene“.

 

Die Journalisten geben der kleinen Gruppe von platzierten Demonstranten Anweisungen, wie sie sich am besten hinstellen sollen, offenbar damit sie dann im Fernsehen möglichst zahlreich und überzeugend aussehen. Erst als alle Demonstranten auf ihren Plätzen stehen, startet der Dreh.

Dieselbe kleine Truppe von Demonstranten posierte später auch für die Nachrichtenagentur AP und tauchte auch noch an anderen Orten auf, wie diese Twitter-Nachrichten zeigen.

 

Hintergrund für die offenbar gestellte Demonstration ist, dass der Islamische Staat (IS, ISIS) den erneuten Terroranschlag in London mit sieben Toten und dutzenden Verletzten für sich beansprucht hat.

 

Die Gruppe, die sich unmittelbar nach dem Bericht wieder aufgelöst haben soll, diente offenbar nicht nur CNN als Motiv, sondern auch der amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Die Fotos des AP-Fotografen wurden auch auf tagesschau.de verwendet, inzwischen aber wurden wieder entfernt.

Für ARD-Mitarbeiter „normales journalistisches Vorgehen“ Die ARD reagiert mittlerweile mit einem Faktencheck auf die Story und folgt dabei dem üblichen Muster. Derjenige, der die Inszenierung bekannt gemacht hat, wird als „Nationalist“ denunziert, das intensive Ablichten der Demonstrantengruppe hingegen gilt einem in London anwesenden ARD-Mitarbeiter als „normales journalistisches Vorgehen„. Es ist zu befürchten, dass er damit sogar Recht hat….