Fanatische Christen sind genauso gefährlich wie fanatische Muslime. Die Rhetorik ist die Selbe, das Ziel das Gleiche.

Der US-Abgeordnete Clay Higgins ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Nur wenige Stunden nach dem Terroranschlag in London veröffentlichte der Republikaner auf seiner Facebookseite einen Text, in dem er dazu aufrief, jeden zu töten, der verdächtigt wird, ein radikaler Moslem zu sein:

>>“Die freie Welt … die gesamte Christenheit … befindet sich im Krieg mit dem islamischen Horror. Nicht ein Penny amerikanischer Finanzmittel sollte irgendeiner Nation gewährt werden, die diesen heidnischen Tieren Unterschlupf bietet. Nicht einem einzigen radikalisierten islamischen Verdächtigen sollte irgendeine Mitleidsmaßnahme gewährt werden. Ihre beabsichtigte Einreise in das amerikanische Heimatgebiet sollte sofort verweigert werden. Jede erdenkliche Maßnahme sollte angewendet werden, um sie zur Strecke zu bringen. Jagt sie, identifiziert sie und tötet sie. Tötet sie alle. Allem Guten und Gerechten zuliebe. Tötet sie alle.“<<

Higgins‘ Aufruf hat in den USA viel Wirbel ausgelöst. Zahlreiche Medien berichten daüber und mehr als 2500 Kommentare wurden bis Dienstagmittag unter dem Text gepostet.

Higgins rechtfertigt seinen Aufruf: Er sei überrascht, dass seine Botschaft von einigen als hasserfüllt oder eine Anklage gegen den Islam interpretiert werde, sagte er.

„Radikaler islamischer Horror hat die Welt ergriffen“, sagte Higgins. „Und … unglaublicherweise … wurde er mit mutwilliger Ignoranz in unsere Nation hineingelassen.“