ProSiebenSat.1 Vorstand Conrad Albert

Auch ProSiebenSat.1 stifte mit Formaten wie dem „Frühstücksfernsehen“ und „Galileo“ gesellschaftlich relevante Inhalte, ist Vorstand Conrad Albert überzeugt. Und will, wenn ARD und ZDF schon Werbung senden dürfen, auch einen Teil des Rundfunkbeitrags erhalten.

War es vor vier Jahren noch die Tatsache, Stefan Raab ins TV-Duell zu schicken, möchten die Unterföhringer nun auch an den Gebührentopf.

Ein Modell für eine „Medienordnung 4.0“ habe man entwickelt, verkündet ProSiebenSat.1-Vorstand Conrad Albert.

So will Albert auch vom Gebührenzahler Geld haben, weil Pro Sieben und Sat.1 ebenso wie die Öffentlich-Rechlichen „gesellschaftlich relevante Inhalte, die demokratie- und vielstiftend wirken“ senden.

Die Öffentlich-Rechtlichen wolle er zwar nicht abschaffen und auch nicht an deren Bestands- und Finanzierungsgarantie nicht kratzen, letztlich hinterfragt Albert aber dennoch, weshalb sich Deutschland eigentlich zwei Anstalten, also ARD und ZDF, leiste und ob diese wirklich acht Milliarden Euro zur Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrages benötigen.

Alberts Ass im Ärmel: Die jungen Zuschauer, bei denen sich ARD und ZDF bekanntlich schwerer tun. „Es geht um zusätzliche Sendungen mit gesellschafspolitischem Wert: News, Magazine, Wissensendungen wie Galileo, Frühstücksfernsehen. Diese Programme werden von vielen Jungen gesehen – im Gegensatz zu den Verjüngungsversuchen der Öffentlich-Rechtlichen“, ist Conrad Albert überzeugt.

Rechtlich sieht sich Albert auf der sicheren Seite: „Wir haben den renommierten Medienrechtler Professor Mark Cole mit einer grundlegenden Analyse beauftragt. Die Studie bestätigt, dass Recht und Rechtsprechung für unseren Modellvorschlag sprechen“, so Albert.

Letztlich dürfte es Albert aber vor allem um einen anderen Punkt gehen, der den Privaten schon lange ein Dorn im Auge ist: ARD und ZDF verdienen im Tagesprogramm zusätzlich auch noch über Werbung Geld. Angesprochen auf verschwimmende Grenzen durch sein Gebührenmodell meint der ProSiebenSat.1-Vorstand nämlich: „Die Trennung ist doch schon lange nicht sauber gezogen: ARD und ZDF besetzen über eine halbe Milliarde Euro TV-Werbemarkt-Volumen pro Jahr. Mir ist völlig unverständlich, warum hier Werbung zusätzlich zu den Gebühren einkassiert werden darf. Da fehlt die Hygiene im System“, so Albert.

Alles dreht sich um das „liebe Geld“ und wenn man vom Kuchen ein Stück haben will, dann kämpft man mit allen Mitteln darum, auch wenn sich der Rundfunkbeitrag verdoppelt, aber das muss so sein, denn schliesslich muss das dumme Volk nicht nur für seine Islamisierung und den Bevölkerungsaustausch bezahlen, sondern auch für seine Verblödung!