Irgend jemand oder vielleicht waren es sogar mehrere mit einem besonders hohen IQ, deren Bewusstsein und Fähigkeit normal und logisch zu denken nicht von dieser Welt sein können, haben sich gedacht, treffen wir uns doch mit allen Anderen in Hamburg zu einem G20 (Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer) Stelldichein.

Fast so wie bei einem Kindergeburtstag. Da lädt man ja auch alle möglichen Freunde ein, nur bringen die dann auch Geschenke mit, während der Gastgeber den Kuchen und die Getränke übernimmt. Das ist in diesem Fall anders, denn in Hamburg muss niemand etwas mitbringen, im Gegenteil da ist neben politischer Sinnlosigkeit, mitnehmen angesagt.

Sei es Entwicklungshilfe, falsche Versprechen oder sonstige politische Zusagen, die allerdings nicht eingehalten werden müssen, also nicht bindend. Egal was an Beschlüssen oder Vereinbahrungen getroffen wird, am Ende sind sie nicht verbindlich, ist das nicht bemerkenswert?

Die Kosten? Kein Problem – wozu gibt es den Steuerzahler? Und für die ganz exklusiven Gäste – also jene mit und ohne Ehefrauen – wartet am Abend wahrscheinlich dann die eine oder andere bezahlte Schönheit, natürlich auch auf Kosten irgend eines Steuerzahlers. Völkerverständigung hat seinen Preis und will gepflegt werden. Politik und sexuelle Begierden gehen nicht nur durch den Magen, die Lenden wollen auch verwöhnt werden.

Ein Campingplatz in Tschernobyl hätte es auch getan, da hätte man gemeinsam am Lagerfeuer und bei einer Grillwurst genauso sinnlos miteinander diskutieren können. Angela Merkel plänkelt auf der Gitarre, Donald gibt seinen Gesang zum besten und alle fallen sich vor Müdigkeit in die Arme, bevor es in den Schlafsack geht. Tschernobyl hätte den Vorteil gehabt, dass niemand etwas von diesem unnützen politischen Treffen, dem sich baden in politischer Macht, mitbekommen hätte und daheim wären alle glücklich gewesen.

So aber, dem politisch- organisatorischem Grössenwahn sei Dank, dürfen sich die Einwohner Hamburgs sicherlich alle daran erfreuen, konnten sie es doch kaum erwarten, wieder Fähnchen zu schwingen und den kollektiven Staatsversagern zuzuwinken.
Hamburg wird in einen Hochsicherheitstrakt verwandelt – ungefragt natürlich. Der Bürger darf wählen gehen und Steuern zahlen, danach darf er sich entspannt zurücklehnen. Den Rest übernimmt die Politik, die ihm sagt wo es langgeht.

Demokratie hat halt seinen Preis. Die Einen zahlen und man sagt ihnen, wohin die Reise geht und die Anderen geben das Geld aus und bestimmen. Früher, so im antiken Rom, hatte man Sklaven, die alle niedrigen Arbeiten erledigten. Heute hingegen, der sozialen Gerechtigkeit sei Dank, gibt es den Sklaven 2.0. Den Bürger, der zwar pro forma wählen darf, aber dennoch unmündig ist. Den Steuerzahler, der zwar alles bezahlen darf, aber dafür kein Mitbestimmungsrecht hat.

Aus der Sicht vieler Bürger befinden wir uns längst in einer Diktatur, denn es braucht keine Gefängnisse oder Folter mehr. Auch die Diktatur in seinen vielfältigen Formen hat sich weiterentwickelt. Aus der Sicht des Politikers befinden sich alle in einer Demokratie, vorgegeben durch die Politik und die ist bekanntlich unfehlbar.

Deutschland hat seine Unschuld und innere Sicherheit verloren, aber für 21.000 Polizisten, um die Sicherheit der politischen Gladiatoren aufrecht zu halten, dazu reicht es allemal. Was bundesweit an Straftaten und Verbrechen begangen wird, weil an den verschiedensten Brennpunkten all jene Polizisten fehlen, die jetzt endlich etwas Bedeutendes zu tun bekommen, Politiker vor dem Volk zu beschützen, das wird der Bürger nie erfahren.

All die G7, G8, G20 … oder sonstigen politischen Treffen – eine Neuauflage des antiken Roms. Dieses heutige Rom 2.0 ist genauso dekadent, damals wie heute. Statt Brot haben wir fähnchenschwingende und jubelnde Mitbürger, die es kaum erwarten können, ihren politischen Sklavenhaltern zuzujubeln.

Statt Spiele sind es Demonstrationen und die modernen Orgien der heutigen Politiker, die sich dem Rausch der Macht und in ihrem selbstherrlichen Völlegefühl hingeben, stehen denen des antiken Roms in Nichts nach. Heute heisst es nicht mehr Orgie, sondern Gipfeltreffen.
6000 Mitarbeiter dieser politischen Elite sind im Gepäck und begleiten ihre Herren. 21000 Polizisten sind im Einsatz und vermutlich 100.000 Demonstranten auf den Strassen. Dekadenz hat einen Namen: „Gipfeltreffen„.