„Wir können die Stadt nicht mehr ausreichend versorgen! So kann das nicht mehr weitergehen. Wir sind am Limit.“ – Es sind harte Worte, mit denen Sanitäter und andere Mitarbeiter der Wiener Berufsrettung derzeit um Hilfe flehen.

„Wahr ist: Seit Monaten wird die Personalvertretung nicht müde, auf eine bestehende Personalknappheit hinzuweisen. Die Urlaubszeit wird diese Situation erheblich verschärfen“, ist in dem offenen Brief zu lesen. „Bei hochpriorisierten Einsätzen kommt es zur Beeinträchtigung der Versorgungsqualität der Patienten.“ Und: „Aufgrund nicht vorhandener Ressourcen kommt es zunehmend zu Spannungen zwischen Fahrdienst und Leitstelle.“

Laut Protokollen stehen derzeit am Tag rund 37 und in der Nacht 30 Rettungswagen zur Verfügung. „In Wirklichkeit sind es aber, eben durch Ausfälle und Personalmangel, weitaus weniger“, erklärt ein Insider.

Doch das soll sich nun ändern. 35 von 120 Sanitätern werden ihren Job verlieren. Das Frühwarnsystem beim Arbeitsmarktservice sei bereits aktiviert worden, die Betroffenen werden mit August zur Kündigung angemeldet.

Und warum werden die Rettungssanitäter entlassen? Weil die Wiener Gebietskrankenkasse sparen muss.
Warum muss die Wiener Gebietskrankenkasse sparen? Weil deren Kosten, dank der „überdurchschnittlich gesunden“, Invasoren die Kosten explodieren.

Wien muss sich Gedanken über das Rettungssystem machen.