Rückschlag für die Anhänger der rechtsextremen Identitären Bewegung, die Migranten vor der Küste Libyens abfangen und zurück nach Afrika bringen will: Ein dafür gechartertes Schiff, das sich auf dem Weg ins Mittelmeer befindet, ist von ägyptischen Behörden am Suezkanal aufgehalten worden.

„Es war eine reine Routinekontrolle“, erklärte Daniel Fiß von der Identitären Bewegung am Freitag. Berichte, die C- Star (vormals Suunta) habe bewaffnete Einheiten an Bord, wies er als Gerüchte zurück. Man gehe davon aus, die Fahrt nach Sizilien demnächst fortsetzen zu können. Allerdings zeigen Tracking- Websites, dass sich das Schiff, das unter der Flagge des ostafrikanischen Dschibuti fährt, nach wie vor im Hafen von Suez befindet.

In Italien formiert sich inzwischen Widerstand gegen die Mission der Rechtsradikalen:
Für Samstag ist im sizilianischen Catania eine Kundgebung am Hafen geplant.

Linksradikale Organisationen riefen dazu auf den Hafen von Catania zum erliegen zu bringen und gegen die Rückführung von in Seenot geratenen „Migranten“ nach afrika zu demonstrieren, und gegebenenfalls gewaltsam ihre Interessen durchzusetzen.

Eigentlich sollte die 40 Meter lange C-Star dort anlegen. Ob es dazu kommt, ist unklar – mittlerweile setze sich auch Catanias Bürgermeister Enzo Bianco dagegen zur Wehr, sagte Fiß.

Grund dafür ist, dass sich im Mittelmeer um die zehn Hilfsorganisationen im „Einsatz“ befinden, die „Migranten“ aus Seenot retten.

Außerdem sehe Bianco es nicht ein, dass sich vom Verfassungsschutz beobachtete Rechtsradikale in Italien breit machen dürfen, dann sollen doch lieber „Flüchtlinge“ kommen, da man mit deren Rettung seine Humanität beweise.