Mittels eines Schiffs wollten die Identitären Bootsflüchtlinge zurück nach Afrika bringen.

Die groß angepriesene Aktion „Defend Europe“ wurde für die Identitären zum absoluten Fiasko. Wie eine zypriotische Nachrichtenagentur berichtet, wurde das Schiff der Rechten, die „C-Star“ im Hafen in Famagusta, im Osten von Zypern, evakuiert und der Kapitän verhaftet. Der Vorwurf: Menschenschmuggel.

An Bord der „C-Star“ seien mehrere Migranten, hieß es. Angaben lagen jedoch nicht vor, berichtete die Zeitung „Kathimerini“ von Zypern. Die „Identitäre Bewegung“ will nach eigenen Angaben Migranten im Mittelmeer abfangen und sie zurück nach Afrika bringen. Das dafür gecharterte Schiff „C-Star“ war zunächst von ägyptischen Behörden am Suezkanal aufgehalten worden. Es durfte aber anschließend am Montag ins Mittelmeer weiterfahren.

Jetzt ist es vorbei. Auf Twitter bestätigte die Identitäre Bewegung den Vorfall indirekt. Die Crew-Mitglieder aus Sri Lanka haben das Schiff verlassen. Einige berichten nun, dass die Crew Asyl angesucht habe. Dies dementieren die Identitären. Demnach hätten NGOs die Crew-Mitglieder dazu gedrängt, Asyl anzusuchen.

Der Mit-Initiator dieses Projekts, der österreichische Identitären-Chef, Martin Sellner, spricht gegenüber der Nachrichtenagentur von einem ähnlichen Vorfall, wie jener im Suezkanal. „Falsche Anschuldigungen sollen uns unterdrücken und einschüchtern. Das Unternehmen wird dagegen vor Gericht ziehen. Vorerst scheint die Aktion um „Europa zu retten“ aber kläglich gescheitert zu sein.