Die italienische Küstenwache hat das deutsche NGO-Schiff „Iuventa“ vor der Küste von Lampedusa abgefangen und zur Kontrolle an den Hafen der kleinen Insel südlich von Sizilien begleitet, berichtet die italienische Zeitung „La Repubblica“.

Die „Iuventa“, die von dem Verein „Jugend Rettet“ betrieben wird, hat den Verhaltens-Kodex der italienischen Regierung nicht unterzeichnet.
Mit dem Kodex will Italien den Flüchtlingsstrom reduzieren. Die Schiffe verpflichten sich, bewaffnete italienische Polizisten an Bord zu nehmen. Die „Iuventa“ ist das erste Schiff überhaupt, dass die Küstenwache abgefangen hat.

Wie die italienische Polizei mitteilte wurde das Schiff auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft der südwestsizilianischen Stadt Trapani beschlagnahmt und die Besatzung festgesetzt.
Der Besatzung droht Inhaftierung und Anklage wegen Beihilfe zur illegalen Migration.

Die Organisation hatte zunächst auf Twitter erklärt, bei der Festsetzung des Schiffs vor der Insel Lampedusa handele es sich um eine „Standardprozedur“.

Eine Sprecherin hatte über den Kurznachrichtendienst mitgeteilt: „Die ‚Iuventa‘ wurde nicht beschlagnahmt. Unsere Crew wurde nicht festgenommen. Es war eine Standardprozedur. Wir warten auf mehr Infos“.

Doch dem ist nicht so!
Das Schiff ist aus dem Verkehr gezogen und die Besatzung hofft ungeschoren nach Deutschland reisen zu dürfen.