Über 1100 Reaktionen bzw. Likes, mehr als 440 Mal geteilt, Hunderte, darunter auch einige kritische Kommentare – ein Facebook-Posting von Manfred Tisal, der als „EU-Bauer“ des Villacher Faschings über den ORF landesweite Bekanntheit erlangt hat, schlägt derzeit hohe Wellen. In diesem Posting behauptet Tisal, er sehe „tagtäglich vor meinem Balkon, wie Asylanten mit Adidasschuhen, Nike-Leiberln und Diesel-Jeans mit Smartphone und nagelneuen Bikes diskutierend vorbei gehen. Mich frisst ein bisschen der Neid. Nicht weil ich das nicht habe, sondern weil sie es gratis bekommen. Neben einer Mindestsicherung, die sie nicht verdient haben.“

Bei „Flüchtlingen“ so Tisal weiter, denke er immer an seinen Vater, der nach dem Zweiten Weltkrieg nach der Gefangenschaft in Russland zu Fuß nach Villach zurückkehrt sei. „Er hat für sein Land gekämpft und wurde in den Jahren bis zu seinem Tod nur mit Worten belohnt. Aber er hat es mit seinem Obolus mit aufgebaut. Dafür gesorgt, das wir einer sozialen Sicherheit entgegenblicken können. Einer sozialen Sicherheit die uns jetzt weggenommen wird. Von Menschen die als politisch legitimierte Sozialschmarotzer über uns herfallen.“

Tisal betont, er wolle „nicht ins sogenannte populistische rechte Eck“ gestellt werden. „Hier geht es um eine Frage der Gerechtigkeit und die sollte keine Parteienfrage oder eine Frage der Religion sein.“