Hartz-IV-Bezieher bekommen vom kommenden Jahr an etwas mehr Geld. Der monatliche Regelsatz für Alleinstehende steigt von derzeit 409 Euro auf 416 Euro im Monat – 7 Euro mehr, das entspricht einer Erhöhung um 1,7 Prozent.
Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine entsprechende Verordnung, wie das Bundessozialministerium in Berlin mitteilte.

Für Paare gibt es ab 1. Januar 2018 statt 368 Euro 374 Euro pro Partner. Der Regelsatz für Kinder bis zu sechs Jahren steigt um 3 auf 240 Euro im Monat. Für die 6- bis 13-Jährigen gibt es 296 statt 291 Euro im Monat. Jugendliche bis 18 Jahren bekommen 316 statt 311 Euro.

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) sagte, die Erhöhung folge „einem klaren und transparenten Mechanismus“. Somit nähmen die Empfänger von Grundsicherung und Sozialhilfe an der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung teil. Der Bundesrat muss der Verordnung noch zustimmen.

Das mag alles gut klingen: Doch die Erhöhung bleibt weit hinter den Forderung von Experten und Sozialverbänden zurück.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert einen Regelsatz von 520 Euro für Erwachsene, die Diakonie sogar von 556 Euro.

Das Geld, dass Hartz-IV-Empfänger aktuell zum Leben haben, reicht laut den Berechnungen der Experten bei weitem nicht zum Leben.

Unfassbar, denn allein die Preise für Milch – und Wurstprodukte sind weit über 10% gestiegen, und so hält man die Ärmsten still und bei der Stange…