Die linke Autorin Margarete Stokowski fordert in einer Kolumne auf „Spiegel Online“ entschlossene „Antifa-Arbeit“ gegen die AfD sowie einen „angemessenen Betreuungsschlüssel“ für deren Unterstützer.

„Antifa bleibt Handarbeit“, erklärte sie – der Slogan ist vor allem in gewaltbereiten linksextremen Gruppierungen verbreitet und legitimiert dort körperliche Übergriffe auf den politischen Gegner.

Kann schon sein, dass es nicht wirklich 12,6 Prozent Nazis in Deutschland gibt. Vielleicht sind es einfach nur 12,6 Prozent Menschen, die kein Problem damit haben, eine Partei zu wählen, die zum Teil aus Rechtsextremisten besteht. Aber das reicht. Es reicht, um zu sagen, dass wir 87,4 Prozent Antifaschistinnen und Antifaschisten brauchen, die sich mit einem angemessenen Betreuungsschlüssel um diejenigen kümmern, denen es nicht peinlich ist, ihre Wehrmachtsfantasien öffentlich zu äußern.

Man sagt „Antifa bleibt Handarbeit“, und das heißt, dass wir in den kommenden vier Jahren die Hände voll zu tun haben werden.

Wen dieses „wir“ einschließt, benennt Stokowski nicht. Facebook-Nutzer, die den Artikel kommentieren, urteilen indes, diese Anspielung sei vor allem vor dem Hintergrund aktueller gewaltsamer Angriffe gegen AfD-Politiker höchst bedenklich.

So wurden am Sonntagabend u.a. der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen sowie dessen Lebensgefährtin und deren Tochter von Linksextremisten attackiert. Bei einer Wahlkampfabschluss-Veranstaltung prügelten Linksextremisten eine 17-jährige AfD-Unterstützerin ins Krankenhaus.

Auch davor kam es immer wieder zu zum Teil äußerst brutalen Übergriffen auf AfD-Vertreter. Die Opfer wurden mitunter lebensgefährlich verletzt.

Eine explizite, deutliche Distanzierung von der Gewalt gegen AfD-Anhänger ist in Stokowskis Antifa-Aufruf nicht zu finden.