Die Kfz-Steuer kann sich ab 2018 teils verfün­ffachen und somit deutlich teurer werden. Der Grund: Seit September 2017 wird der EU-Normverbrauch in dem neuen, weltweiten Prüfzyklus WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) gemessen. Doch die realistischeren Angaben sind teuer erkauft.

„Erst kommt die Pkw-Maut, und dann verfünffacht sich auch noch meine Kfz-Steuer. Langsam fühle ich mich wie der Zahlmeister der Republik!“

Der Durchschnittsverbrauch und damit der CO2-Ausstoß fast aller Neuwagen erhöht sich. Experten rechnen mit einem Anstieg um 15 bis 25 Prozent. Was den Kunden im Prospekt Klarheit verschafft, rächt sich bei der Kfz-Steuer.

Denn bei dieser spielt der Kohlendioxid-Ausstoß eine entscheidende Rolle. Auf den hubraumbezogenen Sockelbetrag schlägt der Staat eine CO2-Abgabe auf: zwei Euro für jedes Gramm über dem steuerfreien Grenzwert von 95 g/km. Klingt erstmal wenig, bedeutet bei einem Smart Fortwo 0.9 jedoch eine neue Kfz-Steuer von 106 Euro – bisher sind für den Zweisitzer nur 22 Euro fällig.

So verdoppelt sich etwa die Kfz-Steuer bei einem Opel Corsa 1.0 ECOTEC mit 90 PS. Große Limousinen und SUV mit Dieseln müssen dagegen mit vergleichsweise geringem Steueranstieg rechnen: Die Abgabe bei einem Audi SQ7 TDI quattro mit 435 PS etwa verteuert sich nur um 13 Prozent.

Doch woran liegt das? Seit 1996 wird der EU-Normverbrauch nach dem NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) auf dem Prüfstand gemessen. Dieser steht seit Jahren in der Kritik, da er zu praxisfern ist.

Einzig die Besitzer alter Autos können sich entspannen: Deren CO2-Ausstoß – und damit auch ihre Kfz-Steuer – bleibt unangetastet.

Wird das Geld für die Verpflegung der Teppichpiloten benötigt oder dient es schon der Kreditrückzahlung?