Nach der Bombendrohung in Groitzsch am Sonntag gab es Montag eine ähnliche Drohung gegen ein Altenheim in Grimma. Rettungsdienst und DRK evakuieren die alten Menschen, darunter zehn ans Bett gefesselte Senioren, aus der Caritas-Einrichtung in der Käthe-Kollwitz-Straße.

Nach einer Bombendrohung gegen das Altenheim Claudine Thévent in Grimma läuft seit den Morgenstunden am Montag ein Großeinsatz von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Die Bombendrohung war 8.03 telefonisch direkt im Heim eingegangen. (Isch mach disch Bombe!)

Parallel zu den Ereignissen in Grimma ging eine weitere Bombendrohung gegen ein Seniorenheim in Markranstädt ein. Das bestätigte die Kreisbrandmeisterei der Feuerwehr im Landkreis Leipzig. Zumindest in Markranstädt konnte gegen 13.30 Uhr Entwarnung gegeben werden. „Feuerwehr, Polizei, DRK, Katastrophenschutz des Landkreises haben sehr gut und koordiniert alle Maßnahmen durchgeführt“, so Bürgermeister Jens Spiske via Facebook. Das Gebäude sei abgesucht worden, dann folgte die Entwarnung. Nun könnten die Bewohner aus dem Zwischenquartier Stadthalle wieder zurück in das Haus gebracht werden, hieß es weiter.

In Grimma wurden am Morgen zahlreiche Senioren in Rollstühlen aus dem Haus Claudine Thévent gebracht und warteten auf dem Vorplatz der Einrichtung in der Käthe-Kollwitz-Straße auf den Transport. Mittlerweile wurden 48 Personen von Angehörigen abgeholt. Weitere Patienten wurden ins Krankenhaus, andere nach Seelingstädt in die Zweigstelle des Heimes gebracht.

Rettungsdienst und DRK mussten sich auch um zehn bettlägerige Senioren kümmern. Ob dabei die Drehleiter zum Einsatz kommen musste, war vorerst unklar. Die Polizei Grimma, die Einsatzkräfte vor Ort schickte, wollte zu der Bombendrohung keine näheren Angaben machen.

Erst am Sonntagabend musste 75 Senioren aus ihrem Heim in Groitzsch evakuiert werden, nachdem die Einrichtung mit einem Bombenanschlag bedroht worden war.