Frankreich entscheidet ob das Syrische Volk sein eigenes Land zurückbekommen darf.
So sagte der französische Außenminister (und Minister für Europa) Jean- Yves Le Drian auf die Frage eines Reporters vom Publikation Journal du dimanche, ob Rakka in die Hände Baschar al-Assads zurückgegeben wird mit folgender Aussage:

>>Ganz sicher nicht, weil Rakka von Streitkräften der Opposition zurückerobert wurde. Es ist nun die Zeit gekommen, ein angemessenes Vorgehen und Forum zu finden, um über die politische Zukunft Syriens zu reden und um zu vermeiden, dass sich das Land balkanisiert. Frankreich wird für seinen Teil ein Akteur sein, der Rakka stabilisiert, um die Minenräumung durch NGOs zu finanzieren wie auch den Zugang zu Wasser und anderen Dingen zur Versorgung der Bevölkerung.<<

Der „Wettlauf auf Deir-ez-Zor“ und die Befreiung von Rakka zeigen sich im Licht der Aussagen des französischen Außenministers als das, was einige Beobachter schon länger vorbrachten: Dass es nicht nur um die Befreiung vom IS, „den Kampf gegen den Terror“ geht, sondern um Einfluss auf Syrien in der Zeit nach dem IS.

>>Wir schlagen vor, dass es ab November grundsätzliche Diskussionen der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates und den betroffenen Ländern, zu denen auch Iran gehört, geben wird. Damit man ernsthaft an einer gemeinsamen Agenda der Stabilisierung Syriens arbeitet, an einer neuen Verfassung und der Vorbereitung für Neuwahlen. Wenn wir das nicht schaffen, würde das Verwerfungen in Syrien bedeuten, die Verlängerung des Konflikts in einer Larvenform, dass das Land ein Schmelztiegel für eine der mörderischsten Formen des Terrorismus bleibt.<<

Dieses Anliegen, über Raqqa Einfluss auf die inneren Angelegenheiten Syriens zu nehmen, erklärt auch die Eile, mit der die SDF vergangene Woche bei der Befreiung von Rakka- auf Weisung Washingtons? -vorging: Man ließ Kämpfer der IS abziehen, was auch Le Drian missfällt – und Russland.

Außenminister Lawrow stellte die Frage welche „neue Linie“ die USA in Syrien verfolgen, und „seltsame Dinge“, die sich dort im Zusammenhang mit IS-Milizen ereignen. Er spricht von einem „Massen-Exodus der IS-Milizen“.

Wohin die IS Milizen fliehen ist auch klar und Drian hat auch darauf eine Antwort:

>>“Europa braucht den Sinn für ein gemeinsames Schicksal“<<