Lidl verkauft im deutschen Onlineshop ab dem 2. November einen Schlafanzug für Mädchen mit der Aufschrift „Daddy is my Superhero“. Das klingt auf den ersten Blick unverfänglich – bis man das Pendant für Jungen sieht. Auf diesem steht nämlich „Be your own Superhero“.

Viele Menschen waren entrüstet, weil die Aufschriften fragwürdige Werte vermitteln würden. So beschreibt es ein Benutzer auf Twitter: „Jungs sind selber Helden, Mädchen hingegen brauchen Helden.“

Die so kommunizierten Geschlechterrollen halten viele für sexistisch. Denn die Rollenverteilung erinnere an das Familienbild der 60er-Jahre, in dem die Tochter den Vater anhimmle, während der Sohn seine eigenen Wege gehe.

Andere können kaum glauben, dass die Pyjamas ernsthaft ins Sortiment kommen sollen. Sie fragen auf Twitter, ob es sich dabei um Satire handle.

Sieht man sich ein wenig im Onlineshop von „Lidl“ um, stößt man auch auf Mädchensocken, auf denen steht: „Girls can be Superheroes too“ -– also doch!

Man fragt sich so langsam wohin der Genderscheiss noch führen soll, etwa das Männer wimmernd unterm Küchentisch hocken und die Frauen mit Schwert und Streitaxt den inneren Frieden verteidigen?