Der Schutz des Berliner Weihnachtsmarktes liegt nicht in der Zuständigkeit des Staates, sondern geht zu Lasten der Händler.
So will es der Berliner Senat.

In ganz Deutschland sind in den vergangenen Wochen neue Sicherheitskonzepte erdacht worden. Die Märkte werden mit Lkw-Barrieren, Betonsperren, mehr Sicherheitsleuten und mehr Polizei geschützt.

Die Wahl der Mittel fiel in Berlin vor allem auf Betonpoller. Außerdem sollen Polizisten in Uniform und mit deutlich sichtbaren Maschinenpistolen auf Streife gehen. Das gilt für die Märkte in der Innenstadt, neben dem Breitscheidplatz zum Beispiel für den Alexanderplatz, Gendarmenmarkt, das Nikolaiviertel. Für den Alex wird Videoüberwachung erwogen.

Die Poller sollen als Rammböcke dienen. Pro Stück kosten sie 300 Euro. Bei 100 Stück macht das 30.000 Euro. Das zahlt hier wie auch auf anderen Märkten der Betreiber.

Arnold Bergmann, Betreiber des Weihnachtsmarktes am Alex zum Beispiel: „Der Einsatz von Pollern und Sicherheitsdiensten sorgt für Mehrausgaben von bis zu 50.000 Euro, die ich durch die Standmieten nicht refinanzieren kann“, sagt er.

„Der Schutz vor Terror ist allein die Aufgabe des Staates. Daher muss das Land Berlin die Kosten für alle Sicherheitsmaßnahmen tragen, nicht nur für den Polizeieinsatz, auch für die Poller“, sagt Michael Roden, Chef des Berliner Schaustellerverbands und auch Mitbetreiber des Marktes auf dem Breitscheidplatz.

Geregelt ist das zurzeit anders. Verantwortlich für die Sicherheitskonzepte und deren Genehmigung seien die Bezirke, in denen die Weihnachtsmärkte stattfinden, sagt die Innenverwaltung.

Die Innenverwaltung ist nicht verantwortlich für den Bau von Pollern. Wir sind verantwortlich für eine gesamtstädtische Gefahrenbewertung, sagt Martin Pallgen, Sprecher der Innenverwaltung.

Für den Senat ist es auch eine Frage der Verteilung von Belastungen. „Kosten für die Sicherheit müssen immer von mehreren Schultern getragen werden, sagt Sprecher Pallgen.

Nun ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis das Personal der BRD Eintritt zu Weihnachtsmärkten und anderen öffentlichen Veranstaltungen zahlen muss, da der Staat nicht länger für die innere Sicherheit der Bevölkerung aufkommen will.