Hartz IV verstößt eklatant gegen das Grundgesetz. Hätten alle Anwälte sich diesem Protest dieses Anwaltes angeschlossen – wäre Hartz IV Geschichte. So geht es weiter wie bisher, und der Protest landet hinter Gitter.

Er war der Albtraum von Brandenburgs Jobcentern und Sozialgerichten. Mit Zehntausenden Klagen und Widersprüchen gegen Hartz-IV-Bescheide legte Anwalt Thomas Lange (47) jahrelang die Behörden lahm.

Cottbus – Jetzt verhängte das Rechtsanwaltsgericht ein Berufsverbot. Begründung: Der Jurist aus Calau (Spreewald) habe „in schwerem Umfang gegen Kernpflichten des anwaltlichen Berufsrechtes verstoßen“. Nun muss er selbst auf die Anklagebank.

Der verbotene Rechtsanwalt

Ca. 8.000 Klagen in drei Jahren sind zu viel für die Brandenburgische Justiz und wer die Justiz überlastet, weil er zu viele Klagen gegen zu viele falsche Hartz-IV-Bescheide erhebt, verstößt gegen anwaltliche Kernpflichten. Wer die Machenschaften beim Cottbuser Sozialgericht öffentlich macht und gegen verfassungswidrige Arbeitsweise einiger Richter erfolgreich vorgeht, muss weg. So sieht es jedenfalls das Anwaltsgericht bei der Rechtsanwaltskammer des Landes Brandenburg und hat gegen mich am 11.12.2017 ein vorläufiges Berufsverbot verhängt.

Damit kann ich mich in eine Reihe anderer Rechtsanwälte einreichen, die ebenfalls zum Systemfeind erklärt worden sind, weil sie zu viele Verfahren betreiben. Meist sind es Rechtsanwälte, die sich ebenfalls um die sozialen Rechte ihrer Mandanten kümmern.

Zu viele Klagen sind nicht gewollt. Da werden zu viele falsche Bescheide der Jobcenter eher akzeptiert, weil es sich dabei ja nur um „bedauerliche Einzelfälle“ handelt. Die menschlichen Schicksale hinter den einzelnen Fällen, interessieren niemanden, schon gar nicht die Justiz.