In Halle/Saale machen sich die Saladine und Soran Barbiere breit und bieten neben der Bartpflege auch Haarschnitte an, so wie es in muslimischen Ländern Brauch ist.

Dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, wenn diese Barber doch auch eine klassische Friseur-Ausbildung hätten, doch haben sie diese?

Bei der Handwerkskammer in der Saalestadt steht allerdings der Zweifel im Raum, halten sich diese immer an die Regeln?

 

„Schneiden sie das Haar oberhalb der Koteletten, dann gilt das als Friseurtätigkeit“, erläutert Dirk Neumann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer in Halle. Dazu zähle eben auch schon das Rasieren von Mustern ins Kopfhaar. Ein Friseurbetrieb brauche aber einen Friseurmeister. „Ansonsten wird das Handwerk unerlaubt ausgeübt“, so Neumann. Anders formuliert: Dann sei es Schwarzarbeit.

Verdrängen diese Barbar… äääh… Barbiere die angestammten Friseuren oder nicht?

 

Wie realistisch ist es, dass sich ein Barbier ohne Meister im Laden tatsächlich nur um die Bartpflege oder die übrige Gesichtsbehaarung seiner Kunden kümmert? „Aus der Erfahrung heraus ist ein solcher Betrieb wirtschaftlich nicht überlebensfähig“, meint Neumann.

 

Möge sich der geneigte Leser ein Bild in seiner Heimatstadt machen …