Italiens neuer Innenminister markiert einen Zeitenwechsel in Roms Umgang mit den Flüchtlingen und den Hilfsorganisationen im zentralen Mittelmeer.

Matteo Salvini lies am Sonntag alle Häfen schließen und verweigerte dem Rettungsschiff Aquarius der Hilfsorganisation SOS Mediterranée in La Valletta anzulegen.

Malta läßt niemanden hinein, Frankreich weist Menschen an der Grenze zurück, Spanien verteidigt seine Grenzen mit Waffen. Ab jetzt beginnt auch Italien Nein zu sagen zum Menschenhandel, nein zum Geschäft mit der illegalen Einwanderung. Mein Ziel ist es, diesen Kindern in Afrika und unseren Kindern in Italien ein friedliches Leben zu garantieren“, sagte der Lega-Chef.

Weiter sagte Salvini: „Schluß jetzt. Leben retten ist eine Pflicht, Italien in ein riesiges Flüchtlingscamp verwandeln nicht“, schrieb der Innenminister.

 

Die Aquarius transportierte 629 „Flüchtlinge“, die vor den Küsten Libyens eingesammelt wurden.

Nun erlaubte Spanien der Aquaris im Hafen von Velencia anzulanden.

 

Es ist unsere Pflicht, eine humanitäre Katastrophe zu vermeiden und diesen Menschen einen sicheren Zufluchtsort zu bieten“, sagte der sozialistische spanische Regierungschef.

Eine humanitäre Katastrophe verhindern, also wollte Pedro Sánchez die Besatzung vor dem sicheren Tot retten, denn wenn auch Spanien die Anlandung verweigert hätte, hätte man entweder weiter auf dem Mittelmeer ausharren oder die eingesammelten Afrikaner wieder zurück nach Libyen bringen müssen.

Beides hätte zu tödlichen Ausschreitungen gegen die Besatzung geführt. Die Stimmung an Bord war aggressiv und die Besatzung blieb nur unter sich um nicht Gefahr zu laufen attackiert zu werden.