Sicherheit ist ein Gut, welches Deutschen nicht zustehen tut…
Oder: Weil der Stadtrat keine Sicherheit für den Weihnachtsmarkt will, diese aber notwendig ist, steht der Strietzelmarkt in Dresden vor dem Aus!

Die Stadträte wollen mehrheitlich keine Terrorsperren auf dem Striezelmarkt. Dagegen votierten Linke, Grüne und die SPD.

Ihre Argumente: Wenn überhaupt, müsse die ganze Stadt besser geschützt werden. „Wir wollen keine Zonen unterschiedlicher Sicherheit“, so Linke-Rat Tilo Kießling (48). Alle drei Parteien kritisierten zudem die Verwaltung, sie habe zu behäbig reagiert und so die Eilbedürftigkeit künstlich geschaffen. Tatsächlich agierte die Stadt weiterhin ungeschickt.

So ist völlig unklar, wie die je zwei Tonnen schweren Stahlwürfel eingelagert werden oder wer sie nach dem Markt abbaut.

Die Polizei hatte jedoch im Vorfeld zu den großen Stahl-Steinen geraten.“Insbesondere der Dresdner Striezelmarkt auf dem Altmarkt stellt, als überregional bekannter und Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt, ein herausragendes, attraktives und besonders ‚weiches‘, symbolhaftes Ziel dar“, hatte Dresdens Polizeipräsident Horst Kretschmar eindrücklich gemahnt (TAG24 berichtete).

Die Steine hätten in der Anschaffung 660.000 Euro gekostet. 31 davon wären für die Absicherung nötig gewesen. Die bislang benutzen „Nizza-Sperren“ aus Beton bieten aus Sicht vieler Experten keinen ausreichenden Schutz.

Fakt ist jetzt, dass die Sicherheit für den Weihnachtsmarkt auf dem Altmarkt nicht gewährleistet ist.

Ob der Striezelmarkt unter diesen Voraussetzungen überhaupt stattfinden kann, wird jetzt geprüft. Finanzbürgermeister Peter Lames (54, SPD) erklärte: „Es gibt eine glasklare Empfehlung der Polizei. Mit dieser Empfehlung haben wir umzugehen. Wir bekommen diese Anforderungen nicht mehr aus der Welt.“