So schreibt der „Focus“ unterstützend:

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, da ereignen sich schon wieder schlimme Bootsunglücke mit Migranten. Staaten verweigern die Hilfe, private Seenotretter werden politisch verfolgt. Ein Fall vom Sonntag zeigt besonders die tödliche Verweigerungshaltung der beteiligten Staaten.

Bei zwei Schiffsunglücken im Mittelmeer könnten bis zu 170 Migranten umgekommen sein. Ein Unglück mit vermutlich 117 Vermissten ereignete sich am Freitag vor der Küste Libyens. Ein weiteres soll auf der Spanienroute 53 Todesopfer gefordert haben. Das teilte das UN-Flüchtlingswerk UNHCR am Samstag mit.

 

Und damit nun heftig auf die Tränendrüse drückt, werden wieder Bilder von Babys gezeigt, die mit ihrern Müttern ersoffen und zuvor aus lybischen Konzentrations- und Vernichtungslager entflohen:

 

Italien und die EU unterstützen die libysche Küstenwache darin, die Menschen wieder in das Bürgerkriegsland zurück zu bringen. Dort gibt es allerdings keine medizinische Versorgung, das Auswärtige Amt sprach 2017 in einer internen Analyse von „KZ-ähnlichen Lagern“. 

 

 

 

Und am Ende war es, was zu beweisen war, ein Scherz. Der angebliche Schiffbruch mit 117 respektive 170 Toten ist noch nie passiert. Bereits gestern und am Vortag wurden Details durch die italienischen Marine verbreitet:

Am 18. Januar um 15.02 Uhr sprach die berüchtigte Sea Watch auf Twitter von 50 illegalen Einwanderern an Bord.
Ich meine, 20, 50, 117. Steigende Zahlen, wie auf dem Markt.

Senator Giro fragt sich: „Wie quantifizieren wir millimetergenau die Zahl der Todesopfer auf See beim letzten Schiffbruch?“.

Das kannst du nicht. Weil dieser Schiffbruch nie passierte.

Der Sprecher der libyschen Marine, Ayoub Qassem, bestätigte dies gegenüber Agenzia Nova, die die falschen Nachrichten bezüglich des Ertrinkens von 117 Menschen bestritt.

Im Interview mit „Agenzia Nova“ stellte Qasem die offizielle Version der Fakten zur Verfügung:

„Wir haben eines unserer Patrouillenboote geschickt, um diese Rettung durchzuführen, aber wir haben nur einige zerstörte Flöße eines italienischen Hubschraubers gefunden“.

Der libysche Sprecher sagte, dass das libysche Patrouillenboot „habe keine anderen Wracks oder Leichen“ in diesem Teil des Meeres gefunden. Für die libyschen Behörden sind die offiziell in diesem Schiffbruch „verwickelten“ Migranten 50 und nicht 117.

„Wenn das Boot versenkt worden wäre, hätten wir nicht mehr als fünfzig Überlebende oder Tote“, sagte Qassem und erklärt, dass „seit geraumer Zeit“ alle Boote, die illegale Migranten befördern, mit einer begrenzten Anzahl von Passagieren in See stechen, weshalb die Geschichte der 117 Toten nicht wahr sein kann. “

Gestern Abend gab die libysche Küstenwache außerdem bekannt, 141 illegale Einwanderer gerettet zu haben. Mit einem Video auf ihrem Facebook-Profil hat die libysche Küstenwache angekündigt, dass das Eingreifen bei dieser Rettungsaktion das Patrouillenboot „Fezzan“ war. In dem Video sehen wir Migranten verschiedener afrikanischer Nationalitäten, die an Bord des Patrouillenboots verladen werden und zu einem Sammelzentrum für illegale Einwanderer in Tripoli gebracht werden.