Es war wieder eine Verbalkeule der besonderen Art. Die WHO sei eine „Marionette Chinas„, polterte US Präsident Donald Trump.

Trump machte die Unterorganisation der UN für die hohe Anzahl der Toten in der Corona-Krise mitverantwortlich. An den WHO-Generaldirektor Tedos Adhanom Ghebreyesus schrieb er: „Es ist klar, dass die wiederholten Fehltritte, die Sie und Ihre Organisation sich bei der Reaktion auf die Pandemie geleistet haben, die Welt extrem teuer zu stehen gekommen sind.“

Sollte such die WHO innerhalb der kommenden 30 Tage nicht zu „wesentlichen Verbesserungen“ verpflichten, werde er Amerikas Zahlungen an die Organisation endgültig einstellen und die Mitgliedschaft seines Landes überdenken, drohte Trump.

Kritiker werden dem Präsidenten vor, einen Feldzug gegen die WHO zu starten, um von seinen eigenen Versäumnissen abzulenken. Dennoch bezweifelt kaum einer im Westen, dass sich die Pandemie besser hätte eindämmen lassen, wenn China nicht am Anfang den Informationsfluss nicht gebremst hätte.

So entschlüsselte ein Labor in Shanghai am 30, Dezember 2019  zum ersten mal das Erbgut eines bis dahin unbekannten Virus: Sars-Cov-2, der Auslöser der Seuche.

Die Probe stammte aus der Lunge eines Fischhändlers, der sich wohl auf einen Markt in Wuhan angesteckt hatte.

Es mag sein, dass Ende Dezember offiziell noch keine bestätigten Mensch-zu-Mensch übertragen vermeldet worden sind. Aber dass sie längst geschahen, war den Befunden der Ärzte zu entnehmen. Trotzdem dauerte es 21 Tage, bis China dies öffentlich zugab. Am 30. Januar erklärte die WHO das neuartige Coronavirus zum „Notfall für die öffentliche Gesundheit von internationaler Tragweite“.
Aber erst am 11. März wurde die Verbreitung von Sars-Cov-2 als Pandemie eingestuft. Bis dahin waren 90% der Infektionsfälle in nur vier Ländern aufgetreten. Doch gab es bereits Fälle in 81 Ländern.

Nach Erkenntnissen des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND drängte Peking die WHO sogar dazu, eine weltweite Warnung hinauszuschieben. Durch die Informationspolitik Chinas seien vier bis sechs Wochen beim Kampf gegen das Virus verloren gegangen.

Die WHO signalisierte Lernfähigkeit. Beim Abschluss ihrer Jahrestagung per Videokonferenz am Dienstag kündigte sie eine unabhängige Bewertung ihrer Rolle im Umgang mit der Pandemie an. Zudem wurde eine Resolution verabschiedet, in der ein „weltweiter, zeitnaher und gerechter Zugang und ebensolche Verteilung“ von Impfstoffen gegen Covid-19 verlangt wird.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sprach sich für eine größere Rolle Chinas bei der Pandemiebekämpfung aus. „Wichtig ist, die ärmsten Länder beim Kampf gegen das Virus jetzt zu unterstützen. Es ist gut, dass sich auch China daran beteiligt“, sagte Müller.

Eine Aufwertung Chinas und der WHO wird Trumps Zorn verstärken. Der Präsident, der auch beim Impfstoff einen Amerika First Kurs fährt, dürfte nach seinem Ultimatum an die WHO den Stecker ziehen – zumindest finanziell.

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