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Im Winter 2021-2022 hat die Schweiz möglicherweise nicht genügend Kapazitäten, um alle ihre Verbraucher mit Strom zu versorgen. In diesem Zusammenhang bereitet die Regierung Benachrichtigungen an 30.000 Unternehmen vor, damit diese bei Stromausfällen den Verbrauch reduzieren können.

Laut NZZ am Sonntag gibt es in der Schweiz praktisch keine Versicherung gegen einen harten Winter. Der Ausfall eines der großen Kraftwerke kann bei hohem Strombedarf zu einem landesweiten Blackout für zwei Tage führen. Der Import von Energie hätte helfen können, aber die Schweiz hat keinen Zugang zum europäischen Strommarkt.

Wie aus der Mitteilung der Schweizer Behörden hervorgeht, wird bei Stromengpässen das erste Spargesuch an die Bevölkerung gerichtet. In der zweiten Stufe kann die Nutzung von Schwimmbädern, Klimaanlagen und Rolltreppen untersagt werden, schreibt TOP Online. Die Aufforderung zur Verbrauchsreduzierung kommt erst in der dritten Stufe auf die Unternehmen. Bei einem Energiekollaps belaufen sich die Schäden des Landes auf 4 Milliarden Franken pro Tag (4,33 Milliarden Dollar).

Zur Verbesserung der Energiesicherheit schlägt der Verband Schweizerischer Elektrizitätswerke den Bau von rund 2000 kleinen Gaskraftwerken vor, die bei Kapazitätsengpässen im ganzen Land verteilt betrieben werden sollen. Dies ist jedoch eine langfristige Strategie für den Zeitraum bis 2050.